|
Die Daten auf Ihrer SD Speicherkarte sind nicht mehr zugänglich?
Die Speicherkarte wird vom Computer nicht mehr erkannt,
eine Formatierung wird verlangt, eine falsche Speicherkartengröße angezeigt,
die Kamera oder der PC gibt Speicherkartenfehler aus?
Das alles sind eindeutige Symptome für den physischen Ausfall des Speicherkartencontrollers,
keine Software ist in der Lage physische Schäden zu repaprieren, auch den Schaden an Ihrem Controller nicht.
Die einzige Möglichkeit an die Daten zu kommen ist, das direkte Auslesen der Rohdaten aus dem Speicherchip
und die anschließende Umwandlung der Rohdaten in Bilder, Dokumente, Videoclips...
Das ist ein hochkomplizierter Vorgang, der nur von Spezialisten mit besonderer Technik durchgeführt werden kann.
Der folgende Artikel basiert auf dem Artikel SD Memory Card
aus der freien Enzyklopädie Wikipedia
und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der
Autoren verfügbar.
Eine SD Memory Card (Kurzform für Secure Digital Memory Card; deutsch Sichere digitale Speicherkarte)
ist ein digitales Speichermedium, das nach dem Prinzip der Flash-Speicherung arbeitet.
Die SD-Karte wurde im Jahr 2001 von SanDisk auf Basis des älteren MMC-Standards entwickelt.
Der Name Secure Digital leitet sich von zusätzlichen Hardware-Funktionen für das Digital Rights Management (DRM) ab.
Mittels eines im geschützten Speicherbereich abgelegten Schlüssels soll die Karte das unrechtmäßige
Abspielen geschützter Mediendateien verhindern. Die Verschlüsselung erfolgt nach dem CPRM-Verfahren
des 4C Konsortiums,[3] die auch in ähnlicher Weise (CPPM) bei der DVD-Audio benutzt wird.
Die genaue Spezifikation steht unter Verschluss und kann nur von den zahlenden Lizenznehmern der SD Card Association eingesehen werden.
Aufbau der Karte: Die Speicherkarte besitzt einen integrierten „Controller“.
Sie ist 32 mm × 24 mm × 2,1 mm groß und hatte zu Beginn eine Kapazität von 8 Megabyte.
Nachfolgende Karten verdoppelten den Speicherplatz jeweils (16, 32, … MB),
so dass heute Kapazitäten von 32 Gigabyte verfügbar[4] und 64 GB angekündigt[5] sind.
Ausnahmen in diesem Schema sind 6 GB und 12 GB fassende Karten, die derzeit (Stand April 2009)
nur von Panasonic hergestellt werden. Platine einer SD-SpeicherkarteAn der Seite einer SD-Karte
befindet sich ein kleiner Schiebeschalter für die Einstellung des Schreibschutzes.
Dieser Schiebeschalter ist jedoch kein Schutzmechanismus auf der Karte selbst,
sondern wird nur vom Kartenhalter erkannt und per Geräte-Software ausgewertet.
Meist bedarf es lediglich einer ausreichend festen Schicht Klebeband anstelle des Schreibschutzschalters,
um beschädigte Karten wieder beschreibbar zu machen. Die Lesegeräte nutzen meist einen Metallabnehmer
zur Statuserkennung, der durch ausreichend Widerstand an der Position „beschreibbar“ heruntergedrückt werden muss.
Die Norm für SD-Karten definiert nur eine Kartenkapazität bis maximal 1 GB (SD 1.0) und 2 GB (SD 1.1).
Karten mit einer Kapazität von 4 GB, die als SD-Karten (nicht SDHC) verkauft werden,
entsprechen nicht den Spezifikationen und führen vor allem in etwas älteren Geräten manchmal zu Problemen,
außerdem funktionieren sie in einigen SDHC-Geräten (z. B. einigen Lumix-Modellen von Panasonic) nicht.
Geräte, die nur SD 1.0 unterstützen (ältere Kartenleser und oft auch neuere interne von Notebooks)
lesen 2 GB Karten manchmal, verursachen aber diverse Fehler im Speicherbereich über 1 GB, z. B. Schreibfehler.
Oft wird die Karte auch einfach nur als 1 GB angezeigt und partitioniert.
SDHC (SD 2.0) Eine Erweiterung dieser Norm macht Speicherkapazitäten bis auf die maximale Kapazität
von 32 GB unter der Bezeichnung SDHC (SD High Capacity) möglich. Das theoretische Limit liegt nach Spezifikation
bei 2 TB. Zu beachten ist, dass SDHC-Karten nur mit Geräten funktionieren, welche die SD-Spezifikation Version 2.0 implementiert haben.
Da das selten auf den Geräten vermerkt ist, sollte man das Zusammenspiel von Karte und Lesegerät vor dem Kauf testen.
Die Abmessungen entsprechen denen von SD-Karten. Darüber hinaus legt die SDHC-Spezifikation Leistungsklassen fest,
die gesicherte Mindestübertragungsraten für die Aufzeichnung von MPEG-Datenströmen festschreiben:
Bei Karten der Klasse 2 sind es 2 MByte/s, bei Klasse 4 sind es 4 MByte/s und bei Klasse 6 mindestens 6 MByte/s.
AVC-HD-Kameras benötigen meist mindestens 1 MB/s, die Panasonic HDC-SD1 z. B. 13 MBit/s, also 1,6 MB/s, womit also Klasse 2 ausreichend wäre.
Höhere Datenraten sind vorteilhaft für die Serienbildaufnahme von Digitalkameras und die Übertragung zum PC.
Die bisherigen SD-Spezifikationen sahen einen solchen für alle Hersteller allgemein verbindlichen Standard für Transferraten nicht vor.
Nach diesem Schema sind die Klassen auf den SDHC-Speicherkarten mindestens mit einer der Zahlen
2, 4 oder 6 innerhalb eines nach rechts offenen Kreises bedruckt.
|